Meine Zeit bei der Marine der Deutschen Bundeswehr

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Vorgeschichte:

Nach meiner Erfassung 2003 erkundigte ich mich über die Bundeswehr und den Zivildienst. Seit den Sommerurlauben früherer Jahre an der Nordsee und meiner Abschlussfahrt auf einem Segelschiff im Ijselmeer (Niederlande), wuchs meine Begeisterung für die Seefahrt. Aus diesem Grund fragte ich bei der DGzRS (Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger) um einen Platz als Zivildienstleistender nach. Selbiges stellt sich leider als unmöglich heraus, da die meisten Boote ehrenamtlich besetzt sind und der Dienst hauptsächlich durch Spenden bezahlt wird. Danach ließ ich die ganze Sache erst mal ruhen.

Musterung und Einberufung:

Im August 2007 wurde ich dann zur Musterung gebeten. Dort wurde ich gefragt, wo ich denn gerne meinen Grundwehrdienst ableisten wolle. Als meine Antwort „Marine“ kam, wurde ich gleich darauf hingewiesen, dass dies nicht auf dem Bodensee möglich sei, was mir schon klar war. Nachdem ich versichert hatte, dass dies mein Ernst ist, nahmen sie es in die Akte auf. Nach meiner Musterung passierte erst mal nichts mehr, da ich mich noch in der Ausbildung befand. Ende Januar allerdings kam ein Anruf des Kreiswehrersatzamtes mit dem Hinweis, dass ich mit einer Einberufung zum 1. März bzw. zum 1. April zu rechnen hätte. Am Samstag den 16. Februar 2008 erhielt ich dann per Einschreiben meine Einberufung zum Grundwehrdienst.

Startschuss zur Grundausbildung:

Am 01.04.2008 trat ich meinen Grundwehrdienst bei der Marineoperationsschule Bremerhaven an. Dahin führte mich eine gut 8 Stunden lange Reise mit der Bahn quer durch Deutschland. Luftlinie von meinem Zuhause ist diese ca. 668 km entfernt. Die Marineoperationsschule befindet sich mitten in Bremerhaven. In der Grundausbildung wurden mir sowohl allgemein militärische sowie auch marinespezifische Grundlagen beigebracht.

Verwendung Navigation:

Zitat von www.Marine.de:

„Soldat mit scharfem Verstand“

Ein weiterer Fachmann kommt aus der Verwendungsreihe 26. Der Navigator auf einem Schiff berechnet die Route und trägt Kurse und Geschwindigkeiten auf der Seekarte ein. Seine Waffen sind ein spitzer Bleistift und sein scharfer Verstand. Die Soldaten der Deutschen Marine werden gut geschult und beherrschen nach monatelangen Trainingseinheiten die Kunst des Navigierens. Trotz der modernen Technik auf Deutschen Kriegsschiffen ist die Kontrolle durch gut ausgebildete Frauen und Männer wichtig.

Denn nur so können sämtliche Risiken ausgeschlossen werden. Stellt man die Frage, wohin das Schiff fährt oder wie das Ziel am sichersten erreicht wird, haben die „Navis“ jederzeit die Antwort darauf. Außerdem gehört auch die Wetteraufzeichnung auf See zu ihrem Aufgabenbereich. Sie tragen damit zur weltweiten Wetterbeobachtung und somit auch zu den Wetternachrichten im Fernsehen bei.

Auch in modernen Zeiten, wo die normale Navigation immer mehr von elektronischen Seekarten und Laserpeilung abgelöst wird, ist es besonders auf Schiffen und Booten der Marine wichtig, alte Seekarten aufzubewahren und das Können um die Navigation mit Sextant und Kompass weiterhin zu erlernen. Nur so kann die Einsatzfähigkeit ebenfalls bei schwierigsten Bedingungen und Ausfall aller Geräte weiterhin gewährleistet werden.

Verantwortlich für die navigatorische Sicherheit des Schiffes, Bootes und der gesamten Besatzung unterliegt diesen Soldaten eine große Verantwortung an Bord. An der Marineoperationsschule in Bremerhaven finden Grundausbildung und Lehrgänge für die Soldaten des Führungsdienstes statt. Dort werden die Navigatoren ausgebildet und auf die Aufgaben auf der Brücke der seegehenden Einheiten vorbereitet.“

Versetzung auf die Fregatte „F 216“ Schleswig – Holstein:

Zum 01.07.2008 wurde ich auf die Fregatte Schleswig-Holstein versetzt.

Ende meines Grundwehrdienstes:

Am 31.12.2008 beendete ich meinen neunmonatigen Grundwehrdienst bei Vater Staat.

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