Am Mittwoch, den 11.06.08 um 2 Uhr nachts begann unsere 36 Stunden Aktion. Mit unserem ganzen Gerödel, unserem Gewehr und natürlich höchster Motivation traten wir vor unserer Inspektion an. Die Busse die uns zum Truppenübungsplatz bringen sollten standen auch schon bereit.
Als wir dort ankamen begannen wir gleich mit dem Aufbau und der Sicherung unseres Lagers. Der Auftrag war die bevorstehenden Wahlen in einem Land zu sichern. Wir bekamen es also mit normalen Bürgern sowie mit Rebellen und aufständischem Volk zu tun. Während dieser 36 Stunden mussten wir verschiedene Aufgaben bewältigen. Und zwar je vier Stunden Patrouille gehen, einen Checkpoint betreiben und das Lager bewachen sowie die „Quick Reaktion Force“ bilden. Der ganze Zyklus wiederholte sich ständig. Immer wieder ergaben sich neue Herausforderungen. Es wurden Minen gefunden, wir mussten Erste-Hilfe leisten, es kam zu Schießereien, Bomben wollte man in unser Lager einschleusen …
Gott sei Dank hatten wir die meiste Zeit keinen Regen. Gegen Ende dieser Aktion wurde es für die meisten allerdings sehr anstrengend ihre Augen noch offen zu halten. Ich persönlich hätte mir noch gern ein wenig mehr Aktion gewünscht. In diesem Punkt haben mir auch einige andere zugestimmt. Trotzdem war es alles in allem eine ganz gelungene Aktion.
Am Tag nach unserer Rückkehr wurde dann alles verräumt und geputzt und natürlich unser Gewehr bis ins kleinste Detail gereinigt. Das war also das Ende unserer „grünen Ausbildung“. In den kommenden zwei Wochen haben wir nun nur noch Wetterausbildung und Wiederholung in der terrestrischen Navigation.
Gruß
Oy’er Michael
