Und schon ist alles vorbei. So schnell können neun Monate vergehen. Seit Neujahr bin ich nun nicht mehr bei der Bundeswehr und am 22. Dezember verließ ich das letzte mal die Fregatte. Somit war ich jetzt über die Weihnachtsfeiertage wieder daheim.
Wenn ich nun zurückblicke auf die Bundeswehrzeit kann ich jetzt ein paar Schlüsse ziehen. Soweit bin ich eigentlich ganz froh, dass ich mich für die Marine entschieden habe. Die Vorteile waren auf jeden Fall, dass ich einige neue und nette Menschen kennen gelernt habe und einiges Gesehen habe. Ich denke da hauptsächlich an die Navi-crew der SLH und auch an die Städte Bremerhaven, Wilhelmshaven, Hamburg, Stavanger, Oslo, Kiel und Travemünde. Das alles sozusagen ohne größeren finanziellen Aufwand. Allerdings hat es auch ein paar Nachteile mit sich gebracht. Da wären zum Beispiel die langen Zugfahrten (ca. 9 std. pro Fahrt), das viele Wache stehen und das ewige Geputze auf dem Schiff.
Insgesamt bin ich nun mit der Fregatte 6622 Seemeilen zur See gefahren. Das sind ca. 12300 km. Mit dem Zug habe ich während der neun Monate ca. 28000 km auf den Schienen zurückgelegt. Dabei bin ich 13 mal in den Norden und wieder Heim gefahren.
Ein Dank gilt natürlich auch meinem „Begleiter“ durch die Grundwehrdienstzeit. Mit Valeri war ich seit dem ersten Tag in der Grundausbildung in einer Stube und nach der AGA hatten wir zwei sogar das Glück zusammen auf eine Fregatte kommandiert zu werden. Wir haben sehr viel miteinander Unternommen. Es ist schade, dass sich unsere Wege nach dem Bund wieder trennten. Aber er ist immer noch ein guter Freund von mir und ich bin mir sicher wir werden uns mal wieder treffen.
Wenn ich jetzt so nachdenke; Ja, ich würde wieder zur Marine gehen. Obwohl? Gebirgsjäger wäre bestimmt auch ganz interessant. Aber vom Bund hab ich jetzt genug!
Ja, dieser Blog wird wohl hiermit ein Ende finden. Jetzt bin ich jedenfalls wieder froh im Allgäu zu sein. Das Allgäu ist doch tausend mal schöner als der Deutsche Norden. Vielleicht findet sich ja wieder mal ein Thema über das ich einen Blog schreiben kann. Jetzt wird erst mal wieder fleißig als KFZ-Mechatroniker in meinem Ausbildungsbetrieb weitergearbeitet.
Bis dahin,
Oy’er Michael
