Meine zweite Zugfahrt nach Wilhelmshaven trat ich diesmal wie gewohnt am Sonntag Mittag an. Allerdings nicht wie sonst über Augsburg, Würzburg und Hannover sondern diesmal über Ulm, Stuttgart, Mannheim, Köln, Osnabrück. Somit kann ich jetzt zumindest auch mal behaupten, dass ich den Kölner Dom schon live gesehen habe sowie alles was man sonst so aus dem Zug von den übrigen Städten so sieht.

In der kommenden Woche sind wir, das heißt die Navigation und ein paar Offiziere also neun Mann, am Dienstag nach Dienst nach Flensburg in die Marineschule gefahren. Dort hatten wir einen Lehrgang in einem Simulator der eine komplette Brücke, auch mit Schaukeln, simuliert je nachdem was für ein Seegang und Wetter eingespielt wurde. Dort verbrachten wir also zwei Tage und genossen nach langem Simulator fahren abends auch mal ein Weizen im Mannschaftsheim innerhalb dem „roten Schloss am Meer“. Am Donnerstag ging es dann abends mit dem Bus wieder zurück nach Wilhelmshaven, wo wir auch dann immerhin schon um halb zwölf nachts ankamen. Doch uns blieb nichts anderes übrig, da am Freitag unser Schiff an der Pier von zwei Schleppern gedreht wurde, damit einige Messungen auch für die andere Seite des Schiffes durchgeführt werden können. Unser Schiff kommt nämlich aus einer längeren Werftliegezeit zurück und es muss wieder zusammengebaut und einiges neu eingestellt werden, da wir einige neue Systeme neu an Bord haben.

Das praktische an einem Stützpunkt wie Wilhelmshaven ist, dass von der nähe des Bahnhofs und zugleich Stadtzentrums aus stündlich ein kostenloser Shuttle-Bus zum Stützpunkt fährt und dort im Hafen eine Runde dreht. Leider fährt der Bus zwischen Freitag Abend und Sonntag Abend nicht seine Runde. Doch einen weiteren Vorteil hat unser Schiff. Wir haben nämlich ein paar Fahrräder an Bord die man sich nach belieben ausleihen kann. So sind wir am vergangenen Wochenende mit diesen in die Stadt gefahren, denn zum laufen sind es doch so an die 6 km. Die Stadt hat aber leider nichts aufregendes an sich, so dass man an einem Tag eigentlich schon alles gesehen hat. Was ich allerdings noch irgendwann mal besichtigen werde ist das Marinemuseum.

Am vergangenen Mittwoch lief eine Russische Fregatte in den Hafen ein. Am Donnerstag gab es dann gleich ein paar Freundschaftsfußballspiele mit den Russen. Die sie leider alle verloren haben. Dieses Wochenende bin ich nun wieder im Allgäu. Natürlich auch um das diesjährige Bezirksmusikfest mit zu feiern, da ich am Montag Urlaub hab.

Freundliche Grüße diesmal aus dem Allgäu.

Oy’er Michael

zurück zur Blog Übersicht

Kommentar verfassen