Am Dienstag den 29.7. fuhren wir, seit ich auf die Fregatte versetzt wurde, das erste mal zur See. Allerdings war diese Fahrt nur eine kleine Erprobungsfahrt für unsere neuen Systeme wie z.B. unseren Computer mit einer elektronischen Seekarte. So sind wir nur die Jade hinausgefahren und haben bei der Mündung der Jade in die Nordsee wieder kehrt gemacht und sind zurückgefahren, da alles ordnungsgemäß funktionierte. Das sollte ja nicht immer so bleiben, aber dazu später mehr. Anfang August machten wir dann die nächste Seefahrt. Bei dieser ging es schon wilder her als bei der ersten, da wir weiter draußen in der Nordsee wahren. Dort stellte ich dann fest, dass meine Magen im Vergleich zu anderen Neuen und auch „Altgefahrenen“ recht resistent gegen Seegang ist.

Am 18. August begann unsere zweiwöchige Ausbildungsfahrt in die Nordsee. Dort übten wir Tag und Nacht alle möglichen Notlagen, Störungen und Aktionen. Zu viel Schlaf kam in diesen Wochen keiner. Neben den ganzen Übungen musste natürlich auch noch Seewache gefahren werden und sonstige Vorbereitungen für unsere kommenden Unternehmungen bewältigt werden. Am Freitag liefen wir dann in Hamburg ein. Dort ging es natürlich erst mal in die Stadt um ein bisschen Abwechslung vom Seebetrieb zu bekommen. Allerdings war nur ein kleiner Schlummertrunk drin, da ich am Samstag zur Hafenwache gehörte und somit natürlich nüchtern sein musste. Am Samstag war auch noch „open Ship“ und es kam eine stattliche Anzahl an Besuchern auf unser Schiff. Am Sonntag hieß es allerdings schon wieder abschied nehmen von Hamburg, denn es stand uns eine weitere Woche Übungen ins Haus. Am darauffolgenden Freitag kam ich dann endlich mal wieder nach Hause ins Allgäu.

Am Sonntag den 31.8. machte ich mich nicht wie gewohnt mit dem Zug auf in den hohen Norden, sondern dieses mal begleiteten mich meine Eltern um dort eine Woche Urlaub zu verbringen. Und so fuhren wir mit dem Auto nach Wilhelmshaven. Ich stellte fest, dass so eine Autofahrt auch nur eine Stunde kürzer als meine sonstige Zugfahrt ist. Als wir dann in Wilhelmshaven angekommen sind besichtigten meine Eltern unter meiner Führung die Fregatte. Am Dienstag mussten wir dann während einer eintägigen Seefahrt zeigen was wir in den Wochen zuvor fleißig geübt haben. Und Dank unseres Fleißes in den vorangegangenen Wochen bestanden wir die Seeklarbesichtigung natürlich. Am Freitag nahmen mich dann meine Eltern wieder mit ins Allgäu, wo ich ein langes Wochenende verbringen konnte, da ich am Montag frei hatte.

Und nun sitz ich wieder im Zug in den Norden und habe um diesen Eintrag zu schreiben genügend freie Zeit die ich nicht besser nützen könnte.

In diesem Sinne: Bis zum Nächsten mal.

Oy’er Michael

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